Vogelsteckbrief: Die Schwanzmeise

… oder mit wissenschaftlichen Namen Aegithalos caudatus, im Plattdeutschen je nach Region Pannensteert oder Pannensteel, ist zwar in den meisten Fällen das ganze Jahr hier ansässig, aber man sieht sie im Winter wesentlich häufiger als im Sommer. Das mag daran liegen, dass sie nur so groß wie ein etwas klein geratener, puschliger Golfball ist, an dem die langen, schmalen Schwanzfedern das namensgebende Kennzeichen sind. Sie schweift in kleinen Gruppen durch Laubbäume und Büsche. Da fällt sie im dichten Sommerlaub nicht auf. Jetzt hingegen sieht man sie an kahlen Zweigen entlang-turnen und in Gärten, Parks und Laubwäldern von Baum zu Baum fliegen. Schwanzmeisen bedienen sich hin und wieder an Futterknödeln, suchen aber überwiegend Insekten.
Im Frühjahr bauen sie geschlossene, eiförmige Nester aus Pflanzenfasern, Moos und Flechten in Büschen und Bäumen. Männchen und Weibchen unterscheiden sich im Federkleid nicht.
Übrigens bilden Schwanzmeisen eine eigene Familie, die Verwandt-schaft zu den Meisen ist nicht so eng, wie der Name vermuten lässt. Auf seine Art ist Aegithalos caudatus ein „global player“: Die Schwanzmeise kommt in verschiedenen Unterarten bis in arktische und subtropische Breiten vor. Sie ist fast in ganz Europa zuhause (Inseln lässt sie meistens aus), und man trifft sie auch in Teilen Russlands, des Kaukasus, Japans und Chinas an.

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