Pflanzensteckbrief: Das Schneeglöckchen

…. gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und bildet in ihr eine eigene Gattung mit botanischem Namen Galanthus. Warum Schneeglöckchen so heißen, zeigt das Bild. Die ersten blühen schon im Januar.
Die fast 20 verschiedenen Schneeglöckchenarten findet man vom Kaukasus bis Mitteleuropa. Hier ist von diesen Arten nur das Gewöhnliche oder Kleine Schneeglöckchen Galanthus nivalis heimisch. Wild kommen sie in Auen, Laubwäldern und auf Waldwiesen vor, da sie einen feuchten Standort und lichten Schatten lieben. Leider findet man wilde Schneeglöckchen nicht mehr häufig, sie stehen daher unter Naturschutz. In Gärten gedeihen sie gut unter Laubgehölzen und Sträuchern, wo sie Licht bekommen und der Boden nicht austrocknet. Humusreichen Boden mögen sie, zuviel Nährstoffe allerdings nicht so sehr, dann gibt’s viel Blatt und wenig Blüte. Was sie auch nicht mögen: Bodenbearbeitung. Also am besten dort pflanzen, wo nicht umgegraben wird.
Schneeglöckchen vermehren sich einerseits über Tochterzwiebeln und bilden so über die Jahre Horste. Andererseits sind ihre Samen, die aus den aufgeplatzten Fruchtkörpern fallen, ein Favorit bei Ameisen. Den Samen ist ein fleischiger Nährkörper angewachsen, der den Ameisen als Futter dient. Die Samen bleiben dann dort liegen, wo die Ameisen ihr Mahl beendet haben, und begründen meistens eine neue Kolonie Schneeglöckchen.

Image by sunflair from Pixabay