Planzensteckbrief: Der Winterling

… heißt mit botanischem Namen Eranthis hyemalis und gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Er blüht, wie sein Name andeutet, im Winter, genauer: ab Ende Januar. Je nach Standdort wird er 5 – 20 cm hoch, und um seine strahlend gelbe Blüte trägt er geschlitzte Hoch-blätter als Halskrause. Für adrettes Aussehen ist also gesorgt.
Der frostharte Winterblüher ist ein Knollengewächs und schon Jahrhunderte hier heimisch; eigentlich kommt er aus Südeuropa. Ansprüche an seinen Standort stellt er fast nicht. Der Boden sollte humos und locker sein; ob er im Halbschatten oder in voller Sonne blüht, ist ihm egal. Daher fühlt er sich auch in lichten Laubwäldern wohl. Weil die Knollen sehr dicht unter der Erdoberfläche liegen, reagiert er auf Bodenbearbeitung allergisch. Dauernasse Füße will er ebenfalls nicht haben. Falllaub aufs Haupt im Herbst dagegen dient ihm als Schutz.
Ein Winterling kommt selten allein, über die Jahre vermehrt er sich durch Aussamen. Nach drei bis vier Jahren blühen die Winterlings-kinder dann ebenfalls, und irgendwann kann man zu der Großfamilie dann „Blütenteppich“ sagen.

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