Vogelsteckbrief: Die Blaumeise

…trägt den klangvollen wissenschaftlichen Namen Parus caeruleus (oder auch Cyanistes caeruleus), weil sie der Familie der Meisen angehört und durch ihre bläuliche Färbung an Kopf und Rücken gut von allen anderen Meisen zu unterscheiden ist. Caeruleus bezeichnet in lateinischer Dichtung viele Schattierungen Blau. Cyanistes ist die Gattungsbezeichnung, beide Bezeichnungen sind in Gebrauch.
Sowohl Männchen als auch Weibchen sind mit blauer Federkappe ausgestattet. Das Weiß am Kopf wird nur von einem Seitenstreifen links und rechts des Auges unterbrochen. Der blaue Kragen der Männchen ist breiter als bei den Weibchen, die Flügel sind kräftiger blau als beim Weibchen. Man muss wohl ein geübtes Auge besitzen, um beide auseinanderzuhalten; zumal Blaumeisen eher wenig meditieren und still da sitzen, sondern meistens energisch lebhaft durch Bäume und Gehölze flitzen.
Blaumeisen sind in Gärten, Laub- und Mischwäldern, Knicks und Parks zuhause. Überall da, wo es Laubbäume gibt. Im Winter fallen sie durch Akrobatik an Futterringen und -knödeln genauso wie an den Enden kleinster (Birken-)Zweige auf, kopfüber fressend oder nach Nahrung suchend. Sie sind mit ihren 10,5 – 12 cm die kleinsten unter den Meisen. Da sie den Winter hier verbringen und der jetzt zu Ende gehende extrem mild ist, geben sie sich ihren Frühlingsgefühlen bei sonnigem Wetter hin und halten bereits Ausschau nach einem Eigenheim. Als Höhlenbrüter richten sie sich in Baumhöhlen und Mauerlöchern ein, aber Nistkästen nehmen sie auch gern an.
In den gemäßigten und subarktischen Klimazonen Europas sind Blaumeisen genauso zuhause wie im westlichen Asien und in Nordafrika. Sie fressen vorwiegend Insekten und Spinnen, aber während der Jungenaufzucht stehen auch Samen und anderes Vegetarisches auf dem Speisezettel.

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